Hommage à Frank Cox


Nach den Hommagen, die György Kurtág, Mark André, Daniel Libeskind, Theodor W. Adorno, Thomas Pynchon Steven Kazuo Takasugi gewidmet wurden, ist die "Hommage à Frank Cox" das siebente Werk dieser Serie. Der amerikanische Komponist Frank Cox, mit dem mich eine lange und vielfältige Freundschaft verbindet, ist als Komponist, Cellist und Autor ein dreifaches Talent. Dieser Dreifachbegabung antwortete ich mit einem Trio, dessen drei Instrumente in einer gewissen Hinsicht jenen drei Tätigkeiten entsprechen. Die E-Gitarre repräsentiert den Performer, das Klavier den nach Strukturen suchenden Komponisten, und das Vibraphon fungiert ein wenig wie eine Schreibmaschine. Gemäß einer festgelegten Dramaturgie spielen die drei Musiker ihre Parts unabhängig voneinander, nur unterbrochen von zwei "Cadenze" und beschlossen mit einem "Finale" in metrisch koordinierter Partiturform. Zwischen dem zwölftönigen Klavier und dem vierteltönigen Vibraphon vermittelt die E-Gitarre, die häufig mit vierteltönigen pitch-shifting spielt. Zum ersten Mal in meiner kompositorischen Laufbahn habe ich die Tonhöhenverläufe mittels mathematischer Kurven generiert und dabei das Programm "Open Music" verwendet.

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